HSP STEUER Lohr https://www.hsp-steuerberater-lohr.de Ihre Steuerberater aus Lohr Thu, 05 Sep 2019 07:57:09 +0000 de-DE hourly 1 DER MONAT 09.2019 ist online https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/09/02/der-monat-09-2019-ist-online/ Mon, 02 Sep 2019 16:00:41 +0000

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DER MONAT 08.2019 ist online https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/08/01/der-monat-08-2019-ist-online/ Thu, 01 Aug 2019 16:00:04 +0000

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DER MONAT 07.2019 ist online https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/07/03/der-monat-07-2019-ist-online/ Wed, 03 Jul 2019 16:00:34 +0000

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Erarbeiten Sie rasch ei­ne Last-minute-Stra­tegie zum Brexit https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/06/26/erarbeiten-sie-rasch-eine-last-minute-strategie-zum-brexit/ Wed, 26 Jun 2019 16:00:13 +0000

Irgendwie trifft der Bre­xit je­den Be­trieb, et­wa über die Lie­fer­ket­te oder Li­qui­di­täts­pro­ble­me bei Kun­den. Fir­men­chefs müs­sen sich darauf vor­be­rei­ten. Da das Ri­si­ko des un­ge­re­gel­ten EU-Austritts von Groß­britan­nien steigt, sind schnell wirk­sa­me Vor­kehrun­gen zu treffen.

Text: Frank Wiercks


Das Wort des Jahres und das Unwort des Jahres 2018 sind bereits gewählt – aber „Brexit“ oder „Brexit-Chaos“ wären auch würdige Titelträger gewesen. Wie erwartet, hat das Unterhaus in London den Vertrag abgelehnt, mit dem Premierministerin Theresa May Großbritannien geregelt aus der EU führen wollte. Nun ist völlig unklar, was zum offiziellen Austrittsdatum am 29. März 2019 passiert. „Schmerz, Wut und Ratlosigkeit“ titelt etwa die „Tagesschau“ und beschreibt, wie sich die EU-Kommission jetzt auf einen harten Brexit vorbereitet, also eine Trennung ohne Vereinbarung zu künftigen Rechten und Pflichten. Und zitiert zur Beschreibung der aktuellen Situation die irische Europaabgeordnete Mairead McGuinness mit der Feststellung: „Sicher ist nur eines, alles ist unsicher!“

Die Un­si­cher­heit beim Bre­xit ist größer denn je

Unsicherheit: Genau das mögen die weitaus meisten Unternehmer gar nicht. Noch schlimmer ist für Firmenchefs nur, wenn sich Unsicherheit sogar mit Zeitdruck paart, so wie jetzt beim Brexit. Nicht nur, dass niemand weiß, wie es weitergeht. Die Lösung für den geordneten Brexit muss auch noch bis zum 29. März vereinbart sein, sonst ist Großbritannien möglicherweise einfach raus. Das würde bedeuten: Kaum noch entspannte Rahmenbedingungen bei Geschäften und Reisen auf der Insel. Die wurden bislang durch Regeln zum freien Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital innerhalb der EU garantiert. Stattdessen Zölle sowie Papierkrieg in Form von Import- und Exportbescheinigungen oder Visa für die Grenzüberquerung. Ob es wirklich so kommt? Keiner weiß es, es herrscht Unsicherheit.

Viele Mit­tel­ständ­ler ha­ben den Bre­xit bis­her ignoriert

Wobei: Eigentlich ist die Zeit der Unsicherheit vorbei. Zumindest für jene vielen Unternehmer, die bisher nicht genau wussten, ob sie sich überhaupt mit dem Thema beschäftigen sollten. Sie wähnten sich nicht betroffen oder glaubten an eine Austrittsvereinbarung. Diese Firmenchefs müssen das Thema jetzt rasch angehen. Fast 40 Prozent der deutschen Mittelständler antworteten kurz nach dem Brexit-Votum auf die Frage, ob der Austritt Großbritanniens gut oder schlecht für die EU sei, dass sie dazu keine Meinung haben. Auch in den folgenden zwei Jahren kümmerten sich vor allem die Verantwortlichen in kleineren und mittelgroßen Betrieben wenig um das Thema. Erst vor Kurzem begannen sie nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), den Ernst der Lage zu erkennen – und mit einer Situationsanalyse. Oft aber doch zu spät oder zu wenig: Die IHK München und Oberbayern etwa meint, der Mittelstand in Oberbayern sei kaum auf den Brexit vorbereitet.

Der Bre­xit kann je­den di­rekt oder in­di­rekt be­treffen

Also: Spätestens jetzt, wo der harte Brexit zur realen Gefahr wird, muss jeder Firmenchef reagieren. Er sollte in enger Abstimmung mit Anwalt und Steuerberater genau prüfen, ob seine Firma nicht doch direkt oder indirekt vom Brexit betroffen ist. Auswirkungen hat der EU-Austritt Großbritanniens – egal in welcher Form – auf alle Aspekte der unternehmerischen Tätigkeit, insbesondere:

  • Warenverkehr
  • Transport
  • Finanzdienstleistungen und Versicherungen
  • Personal und Bildung
  • Verträge
  • Gewerbliche Schutzrechte und Normen
  • Steuern

Mit größter Sicherheit dürfte deshalb jeder Unternehmer irgendwo einen Punkt finden, wo er reagieren muss. Es könnte etwa passieren, dass über den in England produzierenden Zulieferer eines Zulieferers die Versorgungskette durch drohende Zollkontrollen reißt. Oder Lieferverzögerungen innerhalb der Supply Chain zu Zahlungsverzögerungen und so möglicherweise zu Liquiditätsengpässen bei einem der Beteiligten führen. Auch wenn man das entsprechende Vorprodukt selbst nicht braucht, droht über finanzielle Verbindungen oder Zahlungsflüsse eine erhöhte Ansteckungsgefahr für alle Partner.

Jetzt noch ei­ne Last-minute-Brexit-Stra­te­gie er­stellen

Noch ist es nicht zu spät, das eigene Unternehmen auf indirekte Probleme durch den Brexit vorzubereiten. Dazu könnte gehören, mit dem Steuerberater die Auswirkungen auf die Liquidität zu berechnen. Etwa für den Fall, dass die Umsätze eines in England tätigen Geschäftspartners einbrechen und er in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Wer diesen Fall schon jetzt mit der Bank bespricht, ist etwa durch eine kurzfristig erhöhte Kreditlinie auf Turbulenzen vorbereitet. Politik und Verbände bieten wertvolle Informationen und Checklisten an, die Unternehmern bei der Erstellung ihrer persönlichen Last-minute-Brexit-Strategie helfen sowie auf das Gespräch mit Anwalt und Steuerberater vorbereiten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie informiert grundlegend über den Brexit. Der BDI hat „111 Orientierungsfragen für die Praxis“ zusammengestellt. Und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIKH) ermöglicht es Unternehmern, sich durch Checklisten für einzelne Themenbereiche zu klicken, um zu sehen, von welchen Auswirkungen des Brexit er betroffen sein könnte.

Worauf warten Sie noch?


Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.


Quelle: www.trialog-unternehmerblog.de, Herausgeber: DATEV eG, Nürnberg

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Den­ken Sie aus­führlich über Ihre Wer­be­geschen­ke nach https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/06/19/denken-sie-ausfuehrlich-ueber-ihre-werbegeschenke-nach/ Wed, 19 Jun 2019 16:00:34 +0000

Werbe­ge­schen­ke kön­nen die Kun­den er­freuen. Aber da­für muss der Un­ter­neh­mer die pas­sen­den Ar­ti­kel aus­wäh­len und recht­li­che so­wie steuer­li­che Fra­gen klä­ren. Nur mit der rich­ti­gen Prä­sent-Stra­te­gie kom­men klei­ne Auf­merk­sam­kei­ten gut an.

Text: Frank Wiercks


Wieder ein cooler Trend mit einem klangvollen Namen. „Give-aways werden 2019 zu Hapticals, die das Branding eines Unternehmens oder eines Produkts direkt erfahrbar machen“, meint das Onlinemagazin „foerderland.de“. Gemeint sind aber doch nur die guten alten Werbegeschenke, mit denen Firmenchefs die Beziehung zum Kunden pflegen. Unabhängig vom aufdringlichen Denglisch – ohne Beimischung von englischen Begriffen scheint mancher keine Botschaft mehr zu transportieren – enthält der Beitrag eine wichtige Nachricht. Werbegeschenke werden zunehmend zu verwendbaren, bewussten Produkten aus nachhaltigeren Materialien wie Holz, Textilien oder recycelbarem Plastik. Das setzt einen Trend fort, der schon vergangenes Jahr die Werbeartikelmesse PSI in Düsseldorf prägte. 2018 hatten 90 Prozent der befragten Hersteller und Händler zertifizierte oder nachweislich nachhaltige Produkte im Sortiment. Bei der PSI 2019 wurden gerade die Neuigkeiten im Segment der Werbegeschenke gezeigt. Sie ist nur Fachbesuchern zugänglich – aber Werbeagenturen oder andere PR-Dienstleister beraten ihre Kunden gerne bei Auswahl und Einsatz der passenden Werbegeschenke.

Werbe­ge­schen­ke die­nen zur Pfle­ge der Kun­den­be­ziehung

Beratung sollte jeder annehmen, der sich nicht selbst tief in das Thema einarbeiten will. Werbegeschenke mögen per se einen geringen Stückwert haben. Ihr aufaddierter Wert für die Kundenpflege ist aber kaum zu unterschätzen, wenn Werbepräsente richtig ausgewählt und genutzt werden. Marketingexperten betonen, dass es sechsmal günstiger ist, Stammkunden zu halten, als Neukunden zu finden. Da entfalten durchdachte Werbegeschenke eine große Wirkung. Aber auch zur Neukundengewinnung spielen Werbepräsente eine wichtige Rolle: Gut ausgesucht und eingesetzt, ziehen sie Aufmerksamkeit auf das eigene Angebot und lassen die Konkurrenz weniger sympathisch erscheinen. Das jedoch dürfte nur mit einer durchdachten Geschenkstrategie klappen. Dazu gehört unter anderem die Auswahl der Werbegeschenke, Empfänger oder möglichen Gelegenheiten zur Übergabe. Aber auch die Frage, welche steuerlichen und rechtlichen Aspekte bei diesen kleinen Aufmerksamkeiten zu beachten sind. Das alles ist Grund genug für ein Gespräch mit Experten, um Probleme zu vermeiden.

Steuer­lich kön­nen Wer­be­ge­schen­ke auch Är­ger machen

Anwalt und Steuerberater sollten regelmäßig nach Neuerungen bei dem Thema gefragt werden. Zwar tut sich nicht viel – aber wenn, kann es sich erheblich auswirken. Für Verwirrung sorgte etwa ein Urteil des Bundesfinanzhofs, die vom Schenkenden für den Empfänger übernommene Pauschalsteuer sei zum Wert des Präsents zu addieren. So wäre dessen Wert bei 26,90 Euro gedeckelt gewesen, weil es zuzüglich 30 Prozent Pauschalsteuer den für Werbegeschenke zulässigen Höchstbetrag von 35 Euro überschritten hätte. Ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums erklärte dann, aus Vereinfachungsgründen gelte beim Prüfen der 35-Euro-Grenze nur der reine Betrag der Zuwendung. Auch Dokumentation und Verbuchung der Werbegeschenke sollten Firmenchefs mit dem Steuerberater klären. Das Finanzgericht Baden-Württemberg verwehrte unlängst für Kalender mit Firmenlogo, die als Werbegeschenke dienten, Betriebsausgabenabzug und Vorsteuererstattung. Grund: Sie wurden, wie wohl in vielen Unternehmen, nicht getrennt von den übrigen Betriebsausgaben als Geschenk verbucht, sondern als Werbeaufwand. Entscheiden muss nun der Bundesfinanzhof.

Für Wer­be­ge­schen­ke grei­fen bran­chen­spe­zi­fi­sche Regeln

Auch rechtlich sind Feinheiten zu beachten, die sich nicht immer gleich erschließen – etwa Compliance-Regeln von Betrieben, deren Mitarbeiter beschenkt werden sollen: Zunehmend wird die Annahme von Präsenten verboten, um Bestechung zu verhindern. Dabei helfen ausgefeilte Compliance-Management-Systeme. Zu bedenken sind aber auch Branchenbesonderheiten. Unlängst beschnitt etwa ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart mit Verweis auf das Heilmittelwerbegesetz den Spielraum von Pharmaunternehmen, Werbegeschenke an Ärzte und Apotheker zu verteilen. Eine Firma hatte Produktkoffer im Wert von 27,47 Euro mit Arzneimitteln gegen Erkältungsbeschwerden an Apotheker verschenkt. Die Richter meinten, bei einer kostenlosen Leistung sei oft zu erwarten, dass sich der Empfänger erkenntlich zeigt. Vom verschenkten Arzneimittelkoffer gehe die abstrakte Gefahr der unsachlichen Beeinflussung aus. Zwar seien Zuwendungen von Kleinigkeiten mit geringem Wert ausnahmsweise zulässig. Doch der Wert müsse sich an einer Grenze orientieren, die der Bundesgerichtshof in einem anderen Fall bei einem Euro gesehen habe.

Also: Werbegeschenke ja, aber nur mit Plan und Beratung.


Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.


Quelle: www.trialog-unternehmerblog.de, Herausgeber: DATEV eG, Nürnberg

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Wissen Sie, ob das Ver­pa­ckungs­ge­setz Sie betrifft? https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/06/12/wissen-sie-ob-das-verpackungsgesetz-sie-betrifft/ Wed, 12 Jun 2019 17:00:04 +0000

Viele Unternehmer brau­chen laut Ver­packungs­ge­setz ab 2019 ei­nen Dienst­leis­ter für Samm­lung und Re­cyc­ling ih­rer Ver­packun­gen. Je­der Fir­men­chef soll­te da­her drin­gend klä­ren, ob oder was er künf­tig der Stif­tung Zen­tra­le Stel­le Ver­packungs­re­gis­ter mel­den muss.

Text: Frank Wiercks


Mit zahlreichen Neuerungen hat der Gesetzgeber in den vergangenen Monaten die Firmenchefs auf Trab gehalten. Manche der Vorgaben sind für alle verbindlich, so die am 25. Mai in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Andere treffen nur einige Unternehmen. Das seit Anfang Dezember geltende Verbot von Geoblocking für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) etwa ist nur etwas für Betreiber von Onlineshops. Gleiches gilt für das Moss-Verfahren zur vereinfachten Abführung der Umsatzsteuer bei grenzüberschreitenden Geschäften in der EU, das Anfang Januar gestartet ist. Geschäftspartner der öffentlichen Hand wiederum erhalten Aufträge spätestens seit Oktober nur noch über ein elektronisches Vergabeverfahren. Ausschreibungen auf Papier sind in dem Wirtschaftsbereich seither Geschichte. Und jeder, der verpackte Produkte in Umlauf bringt oder Service- beziehungsweise Transportverpackungen zur Auslieferung nutzt, muss das ab 2019 geltende neue Verpackungsgesetz beachten, das die alte Verpackungsverordnung ablöst. Es soll die Recyclingquoten bei den diversen Verpackungsmaterialien deutlich erhöhen.

Das Verpackungs­ge­setz er­fasst al­le Ar­ten von Verpackung

Wer vom Verpackungsgesetz – offiziell „Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen“ (VerpackG) – betroffen ist und was das für seinen Betrieb bedeutet, war hier schon ausführlich zu lesen. So mancher Unternehmer scheint das aber noch nicht richtig verstanden zu haben, offenbar ist weitere Aufklärung nötig. Wie viele Firmen das Verpackungsgesetz erfasst, zeigt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in einer eindrucksvollen Aufzählung anhand von Praxisbeispielen. Denn Unternehmer können an verschiedenen Stellen der Vertriebskette mit unterschiedlichen Arten von Verpackungen in Kontakt kommen. Sie sollten daher dringend mit einem Experten klären, ob sie die in ihrem Betrieb genutzten Produkt-, Transport- und Serviceverpackungen selbst beim Dualen System anmelden beziehungsweise bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister registrieren lassen müssen – oder ob für sie Ausnahmeregelungen gelten.

Verstoß gegen Ver­packungs­ge­setz pro­vo­ziert Ver­triebs­verbot

Die Probleme beim Verpackungsgesetz: Erstens ist vielen nicht klar, dass es sie betrifft. Bei der DSGVO hat zwar mancher über den Aufwand geschimpft, aber zumindest stand fest, dass Datenschutz alle angeht. Zweitens drohen beim Verpackungsgesetz bei Nichtbeachtung rasch Sanktionen. Denn die DSGVO fordert umfassenden Datenschutz. Aber kleine Betriebe dürften so bald nicht von Prüfern des Landesamts für Datenschutz inspiziert werden. Ärger droht erst nach einer Datenpanne. Verstöße gegen das Verpackungsgesetz dagegen fliegen schnell auf. Wer vom VerpackG betroffen ist, muss sich registrieren lassen. Konkurrenten können das Register einsehen und jeden anschwärzen, der nicht registrierte Verpackungen in Umlauf bringt. Dann wird es teuer: „Bei festgestellten Verstößen gegen die Meldepflichten sind Bußgelder zwischen 10.000 und 200.000 Euro bis hin zum Beschluss von Vertriebsverboten möglich.“ Vertriebsverbote sind existenzgefährdend. Daher sollte jeder Händler, Handwerker, Hersteller oder Gastronom mit dem Anwalt klären, ob ihn das VerpackG betrifft.


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Quelle: www.trialog-unternehmerblog.de, Herausgeber: DATEV eG, Nürnberg

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DER MONAT 06.2019 ist online https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/06/01/der-monat-06-2019-ist-online/ Sat, 01 Jun 2019 16:00:18 +0000

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So vermeiden Unternehmer hohe Steuernachzahlungen https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/05/20/so-vermeiden-unternehmer-hohe-steuernachzahlungen/ Mon, 20 May 2019 16:00:50 +0000

Nutzen Selbstständige ein Arbeitszimmer im Eigenheim nur beruflich, gilt es als Betriebsvermögen. Bei Verkauf oder Betriebsaufgabe drohen hohe Steuern auf die Entnahme, falls die Immobilie an Wert zugelegt hat.

Text: Midia Nuri


Betrieblich genutzte Räume in Privatwohnungen haben es steuerlich betrachtet in sich. Oft kommt es wegen Arbeitszimmer & Co. zum Streit mit dem Fiskus. Jahre hat es gedauert, bis klar war: Anteilige Nutzung und damit der Abzug von Betriebsausgaben für ein nur teilweise betrieblich genutztes Arbeitszimmer sind nicht drin. Dafür dürfen auch Selbstständige mit eigenen Betriebsräumen die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich geltend machen. Kürzlich ging abermals eine Auseinandersetzung vor dem Finanzgericht Köln gut für den Steuerzahler aus. Zwar betraf der Fall eine Arbeitnehmerin und auch nur die Frage möglicher Spekulationserträge – also als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Unternehmer mit Arbeitszimmer in ihrem Eigenheim sollten das Urteil aber als willkommene Erinnerung aufnehmen, mal ihren Steuerberater auf die Angelegenheit anzusprechen. Denn steuerlich gibt es für sie hier zusätzlich einige böse Fallen zu umrunden – wenn auch nicht die Kapitalertragsteuer.

Spekulations­gewinne fallen in der Regel nicht an

Erst die gute Nachricht – für Arbeitnehmer wie Selbstständige: Zumindest Steuern auf Kapitalerträge fallen beim Verkauf einer selbst bewohnten Eigentumswohnung nicht an, selbst wenn für das Arbeitszimmer in den Vorjahren Werbungskosten in Höhe von 1.250 Euro angesetzt worden waren und das Eigenheim innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist veräußert wird. Dieses Urteil fällten die Kölner Finanzrichter. Das häusliche Arbeitszimmer sei in den privaten Wohnbereich integriert und kein selbstständiges Wirtschaftsgut, befanden die Richter. Außerdem stehe eine Besteuerung „auch im Wertungswiderspruch zum generellen Abzugsverbot von Kosten für häusliche Arbeitszimmer in § 4 Abs. 5 Nr. 6b Satz 1“. Übrigens ist die von den Kölner Finanzrichtern nun festgelegte Vorgabe nicht neu, aber offenbar wenig bekannt. Sie steht in Textziffer 39 eines BMF-Schreibens aus dem Jahr 2000.

Massive Belastungen drohen durch Einkommensteuer

Nun die schlechte Nachricht für alle Selbstständigen mit betrieblich genutzten Räumen im Eigenheim: Für sie liegt in der Einkommensteuer eine Kostenfalle, die meist völlig unerwartet zuschnappt. Machen Selbstständige nämlich Betriebsausgaben für ein häusliches Arbeitszimmer, einen Lager- oder Archivraum oder sonstige Geschäftsräume im Eigenheim geltend, müssen sie bedenken, dass solche Räume durch die ausschließlich betriebliche Nutzung automatisch zum Betriebsvermögen werden. Auch wenn also steuerlich über Jahre hinweg alles glatt geht, das Finanzamt die Abzüge durchwinkt und Unternehmer sich über eine hübsche Steuerersparnis freuen: Wird die selbstständige Tätigkeit eingestellt oder das Eigenheim verkauft, besteuert der Fiskus den Wertzuwachs der betrieblich genutzten Räumlichkeiten zum vollen Einkommensteuersatz.

Beim Immobilienverkauf macht der Betrieb einen Gewinn

Dem Finanzamt dürfte diese Einnahmequelle kaum entgehen. Berücksichtigt ein Selbstständiger in seiner steuerlichen Gewinnermittlung eine Abschreibung für betriebliche Räume in seinem privaten Eigenheim als Betriebsausgaben, ist der Fiskus spätestens damit über möglicherweise dem Betriebsvermögen zuzurechnende Räumlichkeiten informiert. Die entsprechende Zuordnung passiert automatisch bei Aufgabe oder Veräußerung des Betriebs oder wenn Unternehmer ihre Immobilie verkaufen – zumeist völlig überraschend. Gerade in Zeiten wachsender Immobilien- und Grundstückspreise steigt die Gefahr für solche teuren Überraschungen sogar noch.

In Boomregionen sind Arbeitszimmer steuerlich Sprengstoff

Ein betrieblich genutzter Raum im Haushalt des Selbstständigen zählt nur dann nicht zum Betriebsvermögen, wenn der Marktwert der betrieblich genutzten Fläche maximal 20 Prozent des Gesamtwerts der Immobilie ausmacht und höchstens 20.500 Euro beträgt. Das Problem: Beim Ermitteln des Höchstwerts von 20.500 Euro gilt nicht nur der auf die betrieblichen Räume entfallende Wert für das Gebäude, sondern auch der anteilige Wert am Grund und Boden (§ 8 EStDV). Der zur Besteuerung angesetzte betriebliche Gewinn errechnet sich also auch aus dem Wertzuwachs der Immobilie. Der mag zwar nicht exorbitant sein, ist aber vielerorts über die Jahre und Jahrzehnte hinweg üppig. Wer mehr als 20 Prozent Wohnfläche betrieblich nutzt und dazu noch in einer Boomregion wie München, Hamburg oder Berlin wohnt, für den wird die Besteuerung des Wertzuwachses auf einen Schlag schmerzhaft teuer. Und nicht nur Boomregionen sind riskant. Da dem Finanzamt die reale Jahresrendite nach Inflation total egal ist, wird es mit der Zeit auch in wirtschaftlich weniger explosiven Standorten wie Würzburg, Nürnberg oder Leipzig steuerlich teuer. Der Wertzuwachs erhöht dann die stillen Reserven des Unternehmens – mit etwas Pech oder je nach Sichtweise auch Glück um einige Zigtausend Euro.

Mit dem Steuerberater verschiedene Szenarien durchgehen

Unternehmer mit Arbeitszimmer im Eigenheim sollten deshalb mit dem Steuerberater verschiedene Szenarien durchspielen beziehungsweise um sinnvolle Gestaltungstipps bitten – und spätestens vor dem Verkauf des Eigenheims oder der Betriebsaufgabe mögliche Auswege aus der Steuerfalle suchen. Mit etwas Vorlauf lässt sich selbst bei ungünstiger Gestaltung steuerlich oft noch etwas retten. So lässt sich die Zuordnung zum notwendigen Betriebsvermögen aufheben, indem Unternehmer ihr Arbeitszimmer gezielt privat mit nutzen. Private Mitnutzung schließt den Betriebsausgabenansatz als Arbeitszimmer aus, urteilte der Bundesfinanzhof vor ein paar Jahren. Unternehmer sollten ihren Steuerberater fragen – der Verlust des Steuervorteils könnte sich mit Blick auf die Versteuerung eines hohen Wertzuwachses lohnen.

Vielleicht ist es sinnvoller, kein Arbeitszimmer anzusetzen

Ist nur ein Ehegatte Eigentümer der privaten Räume, sollte der Verweis auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs helfen. Im Fall eines Ehepaares, das je 50 Prozent des Eigenheims besaß, legten die obersten Finanzrichter fest, dass die Entnahme betrieblich genutzter Räume den Gewinn des „Unternehmerehegatten“ nur entsprechend seinem Miteigentumsanteil erhöht – also um bis zu 50 Prozent der Wertsteigerung. Den Miteigentumsanteil des Ehegatten wertete der BFH nicht als Betriebsvermögen. Das gilt selbst dann, wenn der Selbstständige zuvor sämtliche Aufwendungen als Betriebsausgaben angesetzt hatte, so die Richter. Ganz generell hilft steuerlich eben immer: gute Planung.


Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.


Quelle: www.trialog-unternehmerblog.de, Herausgeber: DATEV eG, Nürnberg

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Mit guter Strategieplanung auf die Erfolgsspur https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/05/12/mit-guter-strategieplanung-auf-die-erfolgsspur/ Sun, 12 May 2019 11:57:53 +0000

Strategieplanung und Sze­na­rio­ma­na­ge­ment sind auch für klei­ne Un­ter­neh­men wich­tig. Nur wer sich da­mit be­schäf­tigt, fin­det Ant­wor­ten auf neue Her­aus­for­derungen. Da­bei hel­fen ei­ne SWOT-Ana­ly­se, die auf­merk­sa­me Lek­tü­re vor­han­de­ner Stu­dien so­wie das Mit­wir­ken in Bran­chen­clustern.

Text: Frank Wiercks


Trump, Brexit, Digitalisierung – viele deutsche Unternehmen müssen derzeit einiges aushalten, Konzerne ebenso wie Mittelständler und Kleinbetriebe. Ein überraschend ins Amt gewählter US-Präsident sorgt mit erratischen Entscheidungen und Twitter-Kommentaren für wirtschaftliche Unsicherheit. Eine Volksabstimmung in einem EU-Mitgliedsstaat führt zu einer punktuellen politischen Lähmung der Europäischen Union. Eine technologische Revolution könnte solide Branchenführer in kürzester Zeit an den Rand einer Existenzkrise bringen. Und mittendrin kleine Unternehmen, die nach ihrem individuellen Weg zu mehr Planbarkeit und Stabilität suchen müssen, während um sie herum zunehmend Unsicherheit herrscht. Wann, wenn nicht jetzt, wäre der richtige Zeitpunkt, um neben dem sicher wichtigen operativen Geschäft auch Szenariomanagement und Strategieplanung ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen?

Strategie­pla­nung und Sze­na­rio­ma­na­ge­ment sind wichtig

Szenariomanagement und Strategieplanung sind nicht nur Themen für Großunternehmen. Kein Kleinbetrieb ließe sich allein mit Blick auf das Monatsende führen, weil da Rechnungen fällig sind. De facto tut der Firmenchef das auch nicht. Er kümmert sich um seine Finanzplanung, oft in enger Zusammenarbeit mit dem Steuerberater. Dabei geht es um Investitionen, Kredite, Eigenkapital, Liquidität oder Rentabilität. Er plant mit Blick auf anvisierte Umsätze die Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Er bezieht in seine Überlegungen ein, welches Personal er künftig braucht und welche Dienstleister ihm weiterhelfen könnten. Dafür lässt er Verträge vom Anwalt aufsetzen. Auch in kleinen Unternehmen gibt es also sehr wohl Planung. Sinnvoll wäre es, sie zu ergänzen um das, was bei den Großen als Strategieplanung und Szenariomanagement bezeichnet wird: Die strukturierte Beschäftigung mit der Frage, was die Zukunft bringen mag und wie das Unternehmen sich mittel- oder langfristig aufstellen sollte, um nicht unter die Räder absehbarer Veränderungen zu geraten.

Mit Stra­te­gie­pla­nung bes­ser auf Chaos-Brexit reagieren

Zugegeben: Bei Trump hätten Szenariomanagement und Strategieplanung wenig geholfen. Kaum vorstellbarer Wahlsieg plus ominöses politisches Programm, wie soll man sich darauf vorbereiten. Jetzt aber muss man sehen, dass Trump 2020 vier weitere Jahre bekommen könnte. Also sollten sich Unternehmer fragen, wie sich ihre Branche in Deutschland wie international verändert, falls etwa Autokonzerne im Einkauf der Maxime „America First“ folgen, um im US-Geschäft zu bleiben. Das wirkt sich über Zulieferer zu kleinen Herstellern aus und zu Dienstleistern aus anderen Branchen. Reinigungsaufträge etwa könnten wegfallen, wenn deutsche Werke weniger produzieren. Keinesfalls dürfen Unternehmer absehbare Veränderungen wie den Brexit ignorieren. Viele Firmenchefs fürchten den ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens, scheinen aber unvorbereitet. Als wäre ein Chaos-Brexit unvorstellbar gewesen. Tatsächlich haben Konzerne nach dem Referendum sofort Brexit-Klauseln vereinbart, um leichter aus Verträgen zu kommen, falls der Brexit ein Geschäft uninteressant macht. Das hätte in Absprache mit seinem Anwalt jeder Unternehmer versuchen können.

Infos aus vie­len Quel­len er­leich­tern die Str­ate­gie­planung

Noch wirkungsvoller wären Szenariomanagement und Strategieplanung bei grundlegenden technologischen Veränderungen wie der Digitalisierung. Auch und gerade für kleine und mittelgroße Betriebe, wie interessante Beispiele zeigen. Erster Schritt in diese Richtung könnte sein, sich einen soliden Überblick über die generelle Richtung der Veränderungen zu verschaffen, etwa mit Branchenreports von Beratern, Branchenverbänden, Forschungseinrichtungen oder in diesem Feld aktiven Konzernen. So gibt es etwa die Studie „Der digitale Status quo des Handwerks“. Es gibt den Leitfaden „Social Media für kleine und mittlere B2B-Unternehmen“. Es gibt eine Strategie der Bundesregierung zur Förderung von Entwicklung und Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI). Und es gibt branchenspezifische Cluster, in denen die Zukunft eines Wirtschaftsbereichs simuliert wird. Diese und viele weitere Informationsquellen können Unternehmer nutzen, um sich ein Bild über mögliche Entwicklungen zu machen – und daraus eine Strategie zur Positionierung des eigenen Unternehmens ableiten.

SWOT-Analyse ist ein gu­ter Ein­stieg in die Stra­te­gie­planung

Natürlich müssen kleine Unternehmen dieses Thema so angehen, dass die Zukunft zielgerichtet und entsprechend ihrer Positionierung im Markt simuliert und geplant wird. Das erfordert die richtigen Techniken und oft auch die Hilfe externer Spezialisten. Immer sinnvoll ist eine sogenannte SWOT-Analyse. Sie arbeitet Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken heraus, auf Neudeutsch Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats. Dazu dienen in der Regel Workshops mit Fachleuten, die so eine Veranstaltung moderieren und helfen, über den Tellerrand zu schauen. Die Erkenntnisse aus solchen Workshops zur möglichen Marktentwicklung liefern neue Einsichten und erleichtern das Formulieren einer tragfähigen Unternehmensstrategie. Weitere offene Diskussionen für einzelne Themenbereiche können dann helfen, Projekte in jenen Feldern zu starten, wo künftig strategischer agiert werden soll, etwa im Marketing.

Kleine Un­ter­neh­men fan­gen Im­pul­se von Kon­zer­nen auf

Natürlich ist Szenariomanagement und Strategieplanung eine Frage der Ressourcen. Große Unternehmen tun sich damit leichter, sie können weiter in die Zukunft blicken und ausgefeiltere Strategien entwerfen. Das macht sie bei ausgewählten Themen zum wertvollen Inputgeber für kleinere Betriebe. Die DATEV geht in der Konzeptstudie „#EXPEDITIONZUKUNFT“ etwa der Frage nach, wie Veränderungen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Technologie die Steuerberatung beeinflussen könnten. Wer sich schon heute damit beschäftigt, was mögliche Entwicklungen bei Plattformen, Ökosystemen, Automatisierung oder Datensicherheit in diesem Bereich für Unternehmen bedeuten könnten, wird nicht von der Zukunft überrascht. Zu wichtigen Themen Impulse von großen Vorreitern und Trendsettern aufzunehmen und so die eigene Zukunftsplanung auf eine sichere Basis zu stellen – das dürfte für kleine Unternehmen eine gute strategische Entscheidung sein.


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DER MONAT 05.2019 ist online https://www.hsp-steuerberater-lohr.de/2019/05/02/der-monat-05-2019-ist-online/ Thu, 02 May 2019 16:00:40 +0000

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